Blasenentzündung
und Naturheilkunde

Viele Frauen kennen dieses Problem. Es beginnt häufig nur mit einem leichten Brennen beim Wasserlassen. In den nächsten Stunden nehmen die Beschwerden jedoch leider an Intensität zu. Ständiger Harndrang, krampfartige Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen. Der Urin fühlt sich heiß an. Manchmal entwickelt der Urin auch einen starken Geruch und ist trüb. Eine Blasenentzündung – und viele können leider sagen „schon wieder“….

 ­Zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung gehören:

  • häufiger Harndrang, aber nur geringe Urinmengen
  • brennende Schmerzen, diese können auch krampfartig sein
  • Jucken der Harnröhre
  • trüber Urin oder sogar blutig

 

Auslöser für die Beschwerden ist sehr häufig eine Infektion der Blase mit Bakterien, aber auch Viren und Pilze können für eine Blasenentzündung verantwortlich sein. Da die Harnröhre bei Frauen nur sehr kurz ist, können Mikroorganismen relativ leicht in die Blase gelangen. Dies ist auch der Grund, warum Frauen viel häufiger an einer Blasenentzündung leiden als Männer.

Wodurch wird eine Blasenentzündung begünstigt?

Äußere, aber auch innere Faktoren können die Entstehung einer Blasenentzündung begünstigen:

  • Unterkühlung
  • Abwehrschwäche
  • Veränderungen im Hormonhaushalt, z.B. in der Pubertät, Schwangerschaft und Menopause
  • seelische Belastungen (wenn einem etwas „an die Nieren geht“)
  • chronische Erkrankungen, wie z.B. Stoffwechselerkrankungen (Diabetes)
  • verschiedene Medikamente

Und wenn es zu einer Blasenentzündung gekommen ist?

Wichtig ist viel Wärme und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (min. 2 Liter pro Tag, wenn die Außentemperatur hoch ist auch bis zu 3 Liter am Tag). Dafür ist Tee gut geeignet, denn Tee durchspült nicht nur die Blase, er wärmt Sie auch innerlich. Äußerlich sollten Sie auf warme Kleidung achten und hier besonders auf warme Füße.

Heilpflanzen bei Blasenentzündung
Viele Heilpflanzen unterstützen den Körper bei einer Blasenentzündung:

  • Ackerschachtelhalm
  • Goldrute
  • Brennnessel
  • Birkenblätter
  • Petersilie

Welche Arzneimittel kann ich verwenden?

Bei Beschwerden der unteren Harnwege gibt es verschiedene Heilpflanzen, welche schon lange zur Therapie eingesetzt werden, wie Brennnessel, Goldrute und Petersilie. Sie können aus diesen Kräutern einen Tee zubereiten. Goldrute und Petersilie sind auch Bestandteil der SANUCYST® Tropfen. In dieser Mischung befinden sich aber noch weitere, bei einer Blasenentzündung hilfreiche Inhaltstoffe wie der Bittersüße Nachtschatten (Dulcamara), die Zitterpappel, Cantharis (die Spanische Fliege) und Causticum Hahnemanni. Die Anwendungsgebiete von SANUCYST leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Zur unterstützenden Behandlung bei Entzündungen der Harnorgane.

Die in dieser Mischung zusammengeführten Komponenten werden traditionell bei Harnwegsbeschwerden eingesetzt.
Bei akuten Symptomen nimmt man alle halbe bis ganze Stunde 5-10 Tropfen ein (max. 12x am Tag). Bei nachlassen der Symptome wird dann auch die Einnahme von SANUCYST reduziert.

Wenn die Beschwerden sehr stark und anhaltend sind oder es sogar zu Fieber kommt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auszug aus dem homöopathischen Arzneimittelbild

Cantharis (1)
Heftige, akute Entzündung. Brennende Schmerzen.  Schmerzhafter, unerträglicher Harndrang, aber Harn kommt nur tropfenweise oder als dünner Strahl. Schmerzen vor, während und nach der Harnentleerung. Nephritis.

Causticum (1)
Brennen in der Harnröhre bei der Harnentleerung. Jucken der Harnröhrenöffnung. Unfreiwilliger Harnverlust beim Husten, Niesen und beim Gehen oder Harnretention. Häufig erfolgloser Harndrang. Harn trüb und wolkig.

Dulcamara (1)
Brennen in der Harnröhre während der Entleerung. Blasenentzündung durch Verkühlung. Harn übelriechend und trüb, macht die Haut wund. Ständiger Harndrang.

Petroselium crispum (1)
Brennen und Kribbeln in der Harnröhre. Plötzlicher Harndrang. Schmerzhafte Harnentleerung. Beißender Juckreiz in der Harnröhre.

Populus tremuloides (1)
Blasenbeschwerden, v.a. bei alten Menschen oder nach Operationen. Schmerzhafter Harndrang. Harn enthält Schleim und Eiter. Schmerzen nach der Harnentleerung.

Solidago virgaurea (1)
Schwierige Entleerung. Schmerzen über der Nierengegend. Harn dunkel, stinkend. Harngrieß. Eiweiß, Blut und Schleim im Harn.

(1) Vermeulen, Frans. 2000. Konkordanz der Materia Medica. Haarlem, Holland: Embryss bv Publishers.