Waldbaden –
Urlaub für Körper & Seele

Weltweit gehen die Menschen gerne in den Wald, um dort die ruhige und schöne Atmosphäre der Natur zu genießen. Ein Waldspaziergang reduziert die Stresshormone, senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf das Immun- und Nervensystem aus.

Die Menschen gehen in den Wald, um nach einem stressigen Alltag wieder zur Ruhe zu kommen und um Kraft zu sammeln. Der langsame Spaziergang durch den Wald wird auch als Waldbaden oder in Japan als „Shinrin-Yoku“ bezeichnet. Das Waldbaden wurde in den 80er Jahren in Japan etabliert und wird seither sehr gerne von der Bevölkerung zur Entspannung und Stressbewältigung genutzt.

Waldbaden ist die

natürliche Aromatherapie

Eine Studie untersuchte die Befindlichkeit von Probanden nach dem Waldbaden und stellte fest, dass die Teilnehmer sich vitaler fühlten und negative Emotionen, Ängste und depressive Verstimmungen nachgelassen hatten.

Das Waldbaden ist die natürliche Aromatherapie, da beim Spazierengehen unterschiedliche Substanzen, wie z.B. ätherische Öle der Bäume eingeatmet werden und diese sich auf unser Wohlbefinden auswirken. Terpene machen den Großteil der ätherischen Öle aus, die unter anderem antimikrobielle, antioxidative und immunmodulierende Wirkung auf Körperzellen haben. Eine Reihe von Studien in Japan zeigte, dass das Waldbaden sich positiv auf das Immunstem auswirkt [1]. Für die Studien wurden Probanden in zwei Gruppen unterteilt. Die Hälfte der Probanden unternahmen einen drei-Tage Trip in den Wald, die andere Hälfte einen Städtetrip.

Unterschiedliche Untersuchungen zur Aktivität von Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und die Bestimmung der Konzentration an Adrenalin (Stresshormon) wurden nach dem Waldbaden vorgenommen. Als Kontrolle dienten die normalen Alltagswerte der Probanden. NK-Zellen gehören zum angeborenen Immunsystem und sind für die Beseitigung von entarteten und virusinfizierten Zellen im Körper verantwortlich. Die Ergebnisse der Studienreihe waren eindeutig: Nach dem Waldbaden war sowohl die Aktivität als auch die Anzahl der NK-Zellen signifikant erhöht und der Adrenalinwert erniedrigt. Die Aktivierung der NK-Zellen hielt für mindestens 7 Tage, sogar bis zu 30 Tagen an.

Spazierengehen im Wald

entspannt das Nervensystem

Die Schlussfolgerung dieser Studien war folgende: Durch das Spazierengehen im Wald entspannt sich das Nervensystem, was eine stressreduzierende Wirkung hervorruft, wodurch schließlich die NK-Zellen aktiviert werden. Denn in anderen Studien wurde gezeigt, dass Stress die Aktivität der NK-Zellen erniedrigt. Die ätherischen Öle der Bäume sind ebenso für die Aktivierung verantwortlich, da in unterschiedlichen Studien gezeigt wurde, dass die ätherischen Öle Immunzellen aktivieren können und sich positiv auf das menschliche Hormon- und Immunsystem auswirken. Ätherische Öle haben nicht nur auf den Körper einen Einfluss, sondern auch auf die Psyche, da Düfte unsere Stimmung und Gefühle positiv beeinflussen und dadurch den Heilungsprozess beschleunigen können.

Um die Aromatherapie auch Zuhause durchführen zu können, eignet sich z.B. das Zedernöl der Firma Biofrid, welchem eine ausgleichende, stabilisierende und kräftestärkende Wirkung zugeordnet wird. Zusätzlich gibt es die ätherischen Öle als praktische Roll-On‘s, damit ihre Anwendung gut in den Alltag integriert werden kann.


[1] Li Q. Effect of forest bathing trips on human immune function. Environ Health Prev Med. 2010 Jan;15(1):9-17.
Die Publikation zu der Studienreihe zum Waldbaden finden Sie hier: https://link.springer.com/article/10.1007/s12199-008-0068-3

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