Strophanthus bei
Herzensangelegenheiten

Strophanthin wird aus einer milchsaftproduzierenden Schlingpflanze (Strophanthus) die in Afrika wächst, gewonnen. Die Naturvölker aus Afrika nutzten die Giftwirkung der Strophanthus Pflanze zur Verwendung als Pfeilgift. Der Wirkstoff Strophanthin ist einerseits giftig und anderseits zeigt es positive Eigenschaften, die in der Medizin genutzt werden. Auf einer Expedition durch Süd-Ost-Afrika im Jahre 1859 entdeckte der Arzt und Botaniker John Kirk zufällig die medizinische Wirksamkeit von Strophanthin. Er benutzte eine mit Pfeilgift verunreinigte Zahnbürste und bemerkte neben dem bitteren Geschmack eine unmittelbare Normalisierung seiner erhöhten Herzfrequenz. Seitdem wurde die Strophanthus Pflanze gut erforscht, weshalb Strophanthin als zuverlässiges und erfolgreiches Herzmedikament (Herzglykosid) zum Einsatz kam.

 

 

Orale Strophanthin-Präparate wurden seit 1949 zur Behandlung von Angina pectoris und zur Prophylaxe des Herzinfarkts eingesetzt. Strophanthin wurde auch als intravenöse Darreichungsform in der klinischen Praxis bis in die 70er-Jahre als Notfallmedikament bei drohendem kardiogenen Schock verwendet und war Bestandteil eines jeden Notfallkoffers. 1991 wurde g-Strophanthin als ein körpereigenes Herz- und Kreislaufhormon des Menschen identifiziert. Das Herzglykosid wirkt positiv inotrop, d.h. es besitzt eine schlagkraftsteigende Wirkung. Bis heute wird Strophanthin in der homöopathischen D4 Potenz mit guten Erfahrungen von Therapeuten verschrieben.

Stresssituation als Auslöser für Herzbeschwerden
 

Stress, Angst und Sorgen belasten nicht nur die Psyche, sondern auch unseren Körper. Hierzu gehören auch alltägliche Situationen wie die Führerscheinprüfung, ein Vorstellungsgespräch oder zeitnahe Fristen im Beruf. Viele Menschen kennen es, man ist aufgeregt, zittert und hat starkes Herzklopfen. Der Einsatz von einigen beruhigenden Maßnahmen, z.B. eine tiefe Bauchatmung, kann bereits stressbedingte Symptome lindern. Darüber hinaus kann die Einnahme von Strophanthus D4 Sanum die Symptome verbessern. Das Arzneimittel besteht aus dem Wirkstoff g-Strophanthin, welches regulierend auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt. Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneimittelbild, wozu die Herzschwäche und Erwartungsangst gehören.

Homöopathisches Arzneimittelbild

Strophanthus gratus [1]

Cor nervosum. Druck auf der Brust. Kardiale Ängste. Ödeme bei chronischer Nephritis. Bewährt bei leichten Coronarinsuffizienzen.

[1] Deutsche Homöopathie-Union. 2000. Homöopathisches Repetitorium. Karlsruhe.

 

 

Anwendung

Tabletten:  Bei akuten Zuständen nehmen Erwachsene alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12x täglich, je 1 Tablette ein. Bei chronischen Verlaufsformen 1-3x täglich 1 Tablette einnehmen.

Tropfen:  Bei akuten Zuständen nehmen Erwachsene alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6x täglich, je 5 Tropfen ein. Bei chronischen Verlaufsformen 1-3x täglich je 5 Tropfen einnehmen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum nicht nachlassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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