Langjährige Erfahrung trifft auf modernste Technologie

Dafür kommen die über 100 qualifizierten Mitarbeiter der Hoyaer SANUM-Kehlbeck GmbH & Co. KG Tag für Tag gern zur Arbeit: Um Gesundheit zu geben und Lebensfreude zu erhalten. Und zwar mit einem naturheilkundlich ausgerichteten Arzneimittelsortiment für Menschen und für Tiere. Neben über 200 verschiedenen homöopathischen und isopathischen Arzneimitteln werden auch ätherische Öle, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika sowie Tierpflegeprodukte am Standort in Hoya hergestellt.

Dies geschieht auf über 10.000 Quadratmetern Produktionsfläche gemäß den sogenannten GMP-Richtlinien, die von der Entwicklung bis zum Vertrieb eine umfangreiche, regelmäßig staatlich kontrollierte Qualitätssicherung gewährleisten.

Je nach Einsatzart und -zweck gibt es Produkte in Form von Tropfen und Injektionen, Kapseln und Zäpfchen, Salben, Tabletten sowie Pulver. Die zu ihrer Herstellung notwendigen originalen Mikroorganismen und das Know-how rund um die speziellen Produktionsverfahren liegen seit der Gründung 1973 im alleinigen Besitz der SANUM-Kehlbeck GmbH & Co. KG.

Rund 20 Prozent der Umsätze fließen jedes Jahr in den Bereich der Forschung und Entwicklung. Insgesamt 50 biologische Ausgangsstoffe und mehr als 100 Fertigarzneimittel hat das mittelständische Unternehmen heute offiziell registriert und vertreibt diese über ein Netz von Vertriebspartnern in über 40 Ländern, darunter Kanada, Australien, Großbritannien, Polen, Schweiz, Schweden, Togo, Portugal, Italien, Russland und Aserbaidschan.

Die Nachfrage ist groß: Allein in Deutschland setzen rund 30.000 Verordner SANUM-Kehlbeck-Präparate ein, die für ihre Wirksamkeit und Nebenwirkungsfreiheit bekannt sind. Ein wichtiger Blickwinkel ist dabei die Fokussierung auf Qualität aus dem Hause. Ca. 95 % aller Herstellungsschritte werden hier vor Ort durchgeführt. Die gleichbleibende Qualität hat dabei oberste Priorität – dafür sorgen neben der Qualitätskontrolle die Abteilungen Produktion, Vertrieb, Arzneimittelsicherheit und Informationstechnologie.

Spricht man mit den beiden Generationen der Familie Kehlbeck, dann fällt sofort auf, wie harmonisch, vertrauensvoll und offen das Miteinander ist. Jennifer Kehlbeck, die heute mit Dr. Karsten Wiethoff Geschäftsführerin der Verwaltungsgesellschaft mbH ist, meint dazu: „Es gibt gar keine Zeit für Rivalitäten untereinander. Es gibt genug zu tun, … wir haben genügend Gebiete, auf denen wir uns austoben können und es gibt genug Verantwortung für alle Schultern zu tragen.“ Ihre Schwester Nadine, die das Marketing leitet, ergänzt: „Jeder hat absolut seine Freiräume und es sind sehr kurze Wege. Wenn ich mal eine Entscheidung oder Meinung brauche, dann besprechen wir es.“ Jeder würde blind für den anderen unterschreiben, das Vertrauensverhältnis ist sehr groß. Neben den vielfältigen Aufgaben, die sich die vier Geschwister teilen, mag es auch an den unterschiedlichen Talenten, an der göttlichen Fügung oder auch an der sanften Lenkung durch den Vater Reiner Kehlbeck liegen, dass jeder seinen Job gefunden hat, der ihn glücklich macht. Maik, der Älteste, Diplomkaufmann, ist ein zurückhaltender Zahlenmensch, der in der Welt des Accounting und Controlling zu Hause ist. Natascha, die Zweitälteste, ist studierte Pharmazeutin und arbeitete vor der Elternzeit eng mit dem Apotheker Dr. Karsten Wiethoff in der Freigabe und Qualitätskontrolle zusammen. Jennifer ist wie ihr Bruder Betriebswirtin und hatte schon immer den Wunsch, „Chef“ zu sein, wie sie offen zugibt. Sie zeigte bereits in der Schulzeit im englischen Internat ihre natürliche Fähigkeit, Teamführung zu übernehmen. Für ihren Vater und ihren Onkel, die sehr genau die Stärken der nachfolgenden Generation beobachten, gab es dann auch die ein oder andere Situation, die sie früh von der Durchsetzungsstärke und den Führungsqualitäten der Tochter und Nichte überzeugte.

Nadine, die jüngste Tochter Reiner Kehlbecks, ist die Kreative. Sie hat ebenfalls ihren Abschluss als Betriebswirtin und ist im Marketing sehr glücklich, da es etwas „Kreatives (ist), mit dem man etwas bewegen und erreichen kann“. Ihre Cousine Jasmin Lieffering, geb. Kehlbeck und Tochter von Heinfried, ist mit dem zweiten Kind in Elternzeit und war nach ihrem Studium in Kiel auch im Unternehmen aktiv.

Es scheint sich alles gut gefunden zu haben, alle strategischen Unternehmensbereiche sind gut abgedeckt. Dabei war es nicht so, dass die „Juniormannschaft“ von klein auf für den Einstieg in das Familienunternehmen trainiert wurde. Als Kinder nahmen sie lediglich wahr, dass die Väter „in die Firma“ gingen, später bot SAMUM gute Ferienjobs. Drei der vier Kehlbeck-Kinder absolvierten mindestens ein Auslandsjahr und die erworbenen Englisch-Kenntnisse erweisen sich heute als äußerst hilfreich in dem weltweit agierenden Unternehmen. Alternative Berufswünsche gab es schon; alle geben zu, dass sie bei rückwärtiger Betrachtung durchaus gelenkt wurden, „aber“, so Jennifer Kehlbeck, „wir hatten immer das Gefühl, dass wir selbst entschieden haben. Das hat unser Vater sehr intelligent gemacht.“

Das Aha-Erlebnis über die Einsatzbereiche und Funktionsweise der SAMUM-Produkte sowie die Überzeugung kam jedoch erst nach dem Studium. Nadine und Jennifer erlebten beide im Ausland in Kliniken, dass die SAMUM-Therapie funktioniert. Nadine: „Das ist einfach das Tolle an dieser Therapie, dass man nicht einfach stoppt, sondern dass wir weitergehen können, wo andere stoppen. Das ist die Motivation. Deshalb will man das Unternehmen voranbringen.“ „Das ist ein Kernpunkt für uns, man muss von einer Sache begeistert sein und nicht, weil es das Familienunternehmen ist“, meint Jennifer, „sonst schafft man es nicht.“ Beim Einstieg in das Unternehmen wurden wie bei einem Trainee-Programm verschiedene Abteilungen durchlaufen. Die Geschwister haben sich um alles gekümmert, was anfiel, und ohne Druck bekamen sie genügend Zeit, in dem wachsenden Unternehmen selbst die Positionen zu finden, die ihren Interessen entsprachen. Reiner Kehlbeck: „Die Mitarbeiter müssen verstehen, dass da jemand kommt, nicht nur, weil er Sohn oder Tochter ist, sondern weil derjenige auch etwas kann. Dieser Übergang … (braucht Zeit bis) sie anerkannt werden. Und dann ist da auch der Altersunterschied.“

2008/2009 stiegen Jennifer und Maik ins Unternehmen ein und zwischen 2010 und 2012 folgten Natascha und Nadine. Der Zeitpunkt der Entscheidung zur Unternehmensübergabe kam – sehr unsentimental – 2012 mit der Einschränkung der Steuerfreiheit der Schenkungssteuer. Schulden aufgrund der Firmennachfolge zu machen, das kam für Reiner und Heinfried Kehlbeck nicht in Frage. Auch wenn die Brüder heute jeder nur noch 4% der Firmenanteile halten und eine neue Firma für Immobilienfonds gegründet haben, so sind sie noch täglich stundenweise als „Jungs für alles“ im Betrieb. Heinfried Kehlbeck: „Zum Übergeben gehört ja auch das Loslassen. Das klappt nicht, wenn beide Seiten sich durchsetzen wollen …dann zieht man sich zurück und sagt, lass sie mal machen.“

Aus dem Wirtschaftsmagazin „Made in Nienburg“, Ausgabe September 2018

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